

Als zweitreichste Region Frankreichs in Sachen Museumsangebot ist die Region Hauts-de-France ein wahres Kulturzentrum. In diesem Jahr stehen wieder hochkarätige Programmpunkte auf dem Plan. Von der bunten „Fiesta“ in Lille über die wohl knusprigste Weltmeisterschaft in Arras bis hin zu einem frisch renovierten Matisse-Museum – es gibt Interessantes zu entdecken. Wer eine Kombination zwischen Natur und Kunst sucht, sollte das Gartenfestival in Amiens nicht verpassen. Und für alle, die Meisterwerke aus einer neuen Perspektive erleben möchten, lohnt sich ein Besuch im Louvre-Lens.

Kunst und Kultur laden zum Feiern ein
Nachdem Lille 2004 Kulturhauptstadt Europas war, schien es offensichtlich, das die Stadt ein Best Practice-Beispiel aufgelegt hatte. Seither gibt es etwa alle drei Jahre die Nachfolgeveranstaltung Lille 3000.
2025 ist es wieder soweit: vom 26. April bis 9. November stehen die Zeichen in Lille und Umgebung auf „Fiesta“. Auch wenn die Weltlage nicht unbedingt zum Feiern anregt und das auf manche sogar provozierend wirken mag, erklären die Veranstalter, dass gemeinsames Feiern heilsames Mittel gegen Angst und Wut sein kann. Sozusagen „Fiesta“ gegen „Furia“ in der Welt. So werden in der Ausgabe, nebst anderem, neue Formen des Zusammenseins beleuchtet, die der Individualisierung der Gesellschaft entgegenwirken sollen.
Nach der großen Eröffnungsfeier entdecken Besucher von künstlerischen Metamorphosen im Freien, über hochkarätige Ausstellungen bis Mitmachprojekten eine abwechslungsreiche Palette an kulturellen Veranstaltungen. Kunst- und Kulturliebende kommen stets begeistert von Lille 3000 zurück. www.fiestalille3000.com
Presseinfo: Journalisten mit entsprechenden Referenzen können sich gerne zur Eröffnungsfeier akkreditieren lassen. Melden Sie sich bei: Ralph Schetter, info(at)schetter-pr.com.
Eine umfassende Presseinfo zu Lille 3000 finden Sie im Download-Bereich.

Hingehen wo die Kartoffel wächst
Fritten gehören zweifelsohne zum Kulturgut der Flamen. Bemerkt ein „Sch’ti“, dass es weit und breit keine Frittenbude gibt, verliert er schnell die Gewissheit, sich noch in der Zivilisation aufzuhalten. Deshalb wurde es Zeit, dass endlich jemand eine Fritten-Weltmeisterschaft organisiert.
Die Stadt Arras hat sich dem Problem angenommen und organisiert am 27. September 2025, die dritte Ausgabe in Folge, mitten im Zentrum, auf dem großen „Square“. Beim Wettbewerb gibt es sechs Kategorien von der authentischen Fritte, über die hausgemachte bis zur neuerfunden, kreativen Fritte. Für die einzelnen Kategorien sind die Anmeldungen bald offen. Die Veranstalter setzen dabei auch auf Teams aus anderen Ländern, um das Festival international bekannt zu machen.
Das Ganze ist eine Art Volksfest, bei dem etwa 50.000 Besucher erwartet werden. Neben dem eigentlichen Wettkampf wartet eine Menge Unterhaltung auf die Besucher. Frittenbuden und Bars sind natürlich omnipräsent. Ausstellungen zum Thema, Erzeugermarkt und thematische Konferenzen runden den Anlass ab, während spielerische Animationen wie etwa Kartoffelsackhüpfen und Frittenweitwurf für gute Laune sorgen werden.
Bei der letzten Ausgabe verkaufte man 2,5 Tonnen Fritten in 6.000 Tüten. An der Meisterschaft nahmen 38 Kandidaten teil, wovon 7 aus anderen Ländern anreisten. Mehr Infos

Neue Kleider fürs Musée Matisse in Le Cateau-Cambresis
Nach umfassender Renovierung hat das Musée Matisse in Le Cateau-Cambraisis im November 2024 die heiligen Hallen wiedereröffnet. In Le Cateau-Cambrésis erblickte der Meister 1869 das Licht der Welt. Der Umbau vergrößert die Ausstellungsfläche und schafft Platz für Empfang, Workshops und Boutique.
Das Museum beherbergt die drittgrößte Matisse-Sammlung weltweit und entwickelte sich seit seiner Eröffnung im Jahr 1952 fortlaufend. Zuerst fanden die Exponate eine Unterkunft im Hochzeitssaal des Rathauses, wofür Matisse eine stattliche Anzahl Werke schenkte. Danach zog es in den Palais Fénelon, ehemalige Residenz der Bischöfe von Cambrais, der 2002 eine umfassende Renovierung und Erweiterung erfuhr. Seither hat sich die Sammlung mit über 400 Werken erweitert. Diese stammen von Matisse und anderen Künstlern, die mit ihm zusammengearbeitet haben.
Ein Bereich des Museums ist dem Maler Auguste Herbin und seinem monumentalen bunten Glasfenster „Joie“ gewidmet. Außerdem hat die Schenkung von Alice Tériade 2008 das Museum zusätzlich bereichert. Bis zum letzten Umbau war es nicht möglich, alle Werke auszustellen. Im neuen Museum ist soviel Platz, dass sich die Sammlung sogar weiter ausbauen lässt. https://museematisse.fr/

Kulturausflug in die Hortillonnages d’Amiens
Bizarr wirken die schwimmenden Gärten von Amiens auf die Besucher, die sie mit Flachbooten erkunden. Das Feuchtgebiet, wo vermutlich schon zu Römerzeiten Gemüse für die Bevölkerung von Amiens angebaut wurde, umfasste ursprünglich 10.000 ha Land. Heute werden noch 300 ha bepflanzt, wovon 25 ha von Gemüsebauern gepflegt werden. Der Rest sind Kleingärten und dient als Zweitwohnsitz der Erholung.
Von Mai bis Oktober 2025 findet in den schwimmenden Gärten das „Festival international de jardins“ statt. Dabei werden entlang der Kanäle im „Etang de Clermont“ in Camon und Rivery sowie auf der Ile Aux Fagots in Amiens selbst etwa fünfzig zeitgenössische Installationen aufgestellt, die man bei einer Bootstour durch die Kanäle bewundern kann. Die Gärten selbst sind ein identitätsstiftendes Kulturgut von Amiens und sind mitunter ein Grund, das Amiens als viertgrünste Stadt Frankreichs gilt. Mit Kunstwerken gesäumt, erfährt der Besucher nochmals eine neue Atmosphäre im Ökosystem.
Das Gartenfestival selbst zieht Natur- wie Kunstliebhaber aus ganz Europa an und erhielt für die Ausgabe 2024 den europäischen Gartenpreis. Das „European Garden Heritage Network EGHN“ verleiht den Preis seit 2010 jährlich in verschiedenen Kategorien. Das internationale Gartenfestival in Amiens erhielt den ersten Preis in der Kategorie „Gestaltung zeitgenössischer Anlagen. Mehr Infos

Meisterwerke chronologisch aufgearbeitet
Die Galérie du Temps des Louvre in Lens ist kostenlos zugänglich und präsentiert sich jährlich neu. Es werden jeweils 250 Meisterwerke gezeigt, die hohe Relevanz auf das Kulturschaffen einer Zivilisation hatten. Der Zeitstrahl begann vorher mit der Erfindung der ersten Schriftzeichen im vierten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung und ging bis ins 19. Jahrhundert. Neu ist die Ausweitung mit prähistorischen Werken, am Ende mit dem Blick von vier zeitgenössischen Künstlern sowie der Austausch der gesamten Exponate.
Auch die eigenen Grenzen werden überschritten, indem man neue Zusammenhänge zu Zivilisationen, historischen Begebenheiten oder künstlerischen Richtungen schafft. Dafür werden Werke von anderen nationalen Kollektionen ausgeliehen wie dem Musée d’Archéologie national, dem Musée du Quai Branly oder dem Musée national des Arts asiatique.
Außerdem hat man mit rund 200 Bewohnern der Region die Mediation neu erfunden. Ziel dabei war vor allem, Kunst und Kultur auch weniger Beflissenen zugänglich zu machen. Als Symbol der Öffnung und des Dialogs trägt die Galérie du Temps den Gründergedanken des Louvre-Lens im Herzen: nämlich Exzellenz, Zugänglichkeit und Einfachheit, Neugier und Lernen, die ganze Bandbreite an Emotionen, von Lachen bis Weinen, und die tiefe Erfahrung von Freiheit miteinander zu verbinden. https://www.louvrelens.fr/
Inspirationen über die Destination
https://www.nordfrankreich-erleben.com/
Bilder zur Pressemitteilung:
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Ralph Schetter, rs(at)schetter-pr(dot)com, Tel. +49 69 1561 2001
Bild Header: Salle Matisse im Musée Matisse in Le Cateau-Cambrésis, © Musée Matisse


Der Rhein ist zweifelsohne der bekannteste Wasserlauf, den sich das Elsass mit Deutschland teilt. Die Saare, die Ill mit deren Zuläufen, die Seen und das Kanalsystem aus vergangenen Jahrhunderten ergänzen die Möglichkeiten der Entdeckung vom Wasser aus. Dabei erfährt man bei einer Bootstour durchs Ried Interessantes über Fauna und Flora der Auenlandschaft. Wer lieber selbst das Steuer in die Hand nimmt, probiert Hausbootferien aus. Oder doch mehr Action? Rafting, Standup-Paddle, Segeln oder gar Surfen – auch das geht im Elsass.

Die Juwelen der Natur vom Wasser aus entdecken
Wer die unentdeckten Flecken des Elsass sehen und das Naturidyll auf sich wirken lassen will, der folgt den Wasserläufen auf dem Flachboot. Die Art der Entdeckung im langsamen Rhythmus schafft von selbst eine besondere Atmosphäre, bei der man der Natur mit Ehrfurcht begegnet. Nebenbei lernt man, von was sich beispielsweise eine Libelle ernährt oder warum sich Seerosen in der Nacht schließen. Originelle Snacks wie Madeleines mit Brennnesseln oder Kekse mit Wasserminze lassen einen auch kulinarisch auf Natur umschalten.
Ausflüge dieser Art lohnen sich im Elsass auf der Saar im „Krummen Elsass“ bei Sarrewerden oder in der Auenlandschaft des „Elsässer Rieds“, das sich von Strasbourg bis Mulhouse erstreckt und zur oberrheinischen Tiefebene gehört und den Rhein, die Ill und Ihre Zuflüsse umfasst. Die Bootsführer des Rieds bieten Fahrten ab Muttersholtz zwischen April und Oktober an. Die kleine elsässische Camargue entdecken Naturfreunde ab Saint-Louis. Sie beherbergt nicht weniger als 200 Vogel-, 40 Libellen- und 17 Orchideenarten. Mehr Infos

Ohne Führerschein durch die Kanäle des Elsass‘
Die Landschaft mit dem Hausboot erkunden, hat Praktisches. Die Unterkunft kommt mit auf die Reise, für Landausflüge nimmt man Fahrräder mit und zum Navigieren benötigt man nicht mal einen Bootschein. Im Elsass gibt es dafür verschiedene Routen.
Wer dem Rhein folgt, schippert auf 184 Kilometern zwischen Basel und Lauterbourg. Dabei geht es durch 10 Schleusen. Die Breite des Rheins eröffnet zudem die Möglichkeit für Wassersportarten wie Jetski oder Angeln.
Der Colmar-Kanal ist mit 23 Kilometern eher klein, aber er belohnt mit einer zauberhaften Entdeckung des „Klein-Venedig“ in Colmar.
Der Sarre-Kanal lässt hingegen mit seinen 76 Kilometern mehr Abenteuer zu. Ab Sarrguemines geht es durchs Saartal, dann durch das „Krumme Elsass“. Ab Gondrexange ist ein Abstecher Strasbourg möglich.
Technisch interessant ist eine Fahrt auf dem Rhine-Marne Kanal zwischen Nancy und Strasbourg. Auf den 86 Kilometern gelangt man zum Schiffshebewerk von Saint-Louis / Arzviller, das seit 1969 eine Kette von 17 Schleusen ersetzt.
Zu guter Letzt verbindet der Rhein-Rhône-Kanal ab Strasbourg das Elsass mit der Franche-Comté und dem Burgund. Der gesamte Kanal verläuft auf über 323 Kilometern und bietet die Möglichkeit längerer Reisen. Infos Routen – Infos Bootsverleih

In den Lauf des Wassers eingrooven
Auf den zahlreichen Wasserläufen des Elsass kann man die Freuden des Wassersports erleben. Wer zuerst üben oder sich zumindest mit der Energie des Wassers anfreunden möchte, findet den perfekten Spot im Wildwasserpark (Parc des Eaux Vives) in Huningue im Dreiländereck. Lehrer führen einen in die Techniken von Rafting, SUP oder Kanu ein, was man im Zentrum unter Echtbedingungen weiter vertiefen kann.
Ein Paradies für Wassersportler findet man in Lauterbourg. Am Strand „Plage des Mouettes“, mit seinem langen Sandstrand von 500 Metern, gibt es ausreichend Möglichkeiten sich im Kayak, beim Segeln oder SUP zu verdingen. Auf der gegenüberliegenden Seite des Sees stehen sogar elektrische Surfbretter zur Verfügung, mit denen man ein Tempo von 35 km/h erreichet.
Wer noch nicht genug Action hatte, findet im Fun Parc in Brumath weitere Möglichkeiten auf dem Wasser, aber auch an Land mit Minigolf, Paintball oder Baumklettern. Parc des Eaux Vives in Huningue – Plage des Mouttes in Lauterbourg – Alsa Surf in Lauterbourg – Fun Parc Brumath

Wandern mit Erfrischung
Wer die Höhen des Elsass‘ erreicht, ist in den Hängen der Vogesen angekommen. Wald und Wasser sind hier üppig vorhanden und viele Wanderungen führen zu Bergseen und Wasserfällen, die Ruhe ausstrahlen und manch einen zu einer Meditation oder Rast einladen. Dabei ist der Lac Blanc oberhalb von Kaysersberg und Orbey beliebtes Wanderziel. Auf 1.052 m.ü.M. gelegen bietet der Gebirgssee aus der Eiszeit sogar mutigen Kaltduschern eine Erfrischung an einem warmen Sommertag.
Im oberen Teil des Saint-Amarin-Tals stoßen Wanderer auf den Lac de Kruth-Wildenstein. Um den Stausee gibt es einen Rundwanderweg. Die Strecke führt zu einem schönen Bildmotiv, nämlich zum Wasserfall Cascade du Bockloch am Nordufer des Stausees. Der See wird im Sommer für Wassersport genutzt, vor allem Segeln und Surfen wird dort praktiziert, aber auch Angler lieben ihn.
Im Münstertal bei Metzeral liegt ein weiteres Wandergebiet, das sich von einer sehr malerischen Seite zeigt. Auf der Wanderung entlang der Worms reihen sich kleine zauberhafte Wasserfälle, die gerne für ein Bild posieren. Zum Abschluss ist der Lac du Fischboedle mit seiner Gloriette ein bezauberndes Wanderziel und lädt zur einer wohlverdienten Pause ein.
Wanderung Lac Blanc & Lac Noir – Wanderung Wormsatal & Fischboedle – Wanderung am Lac Kruth-Wildenstein

Inspirationen 2025 für die Elsass-Recherche
Die Pressemappe 2025 liefert eine Palette an Inspirationen und Neuigkeiten, die Ideen für die Berichterstattung liefern.
Achtzig Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkriegs liegt im Elsass der Fokus auf der geschichtlichen Vergangenheit der Region. Zwischen 1870 und 1945 wechselten die Elsässer mehrfach die Staatsangehörigkeit zwischen Frankreich und Deutschland. Das schaffte kulturelle Identität und die Region wandte sich bewusst Europa und dem Humanismus zu.
Im Elsass gibt es viele Gedenkstätten und Nekropolen aus dieser Zeit, die der Öffentlichkeit zugänglich sind. Einige kann man sich erwandern oder per Mountain-Bike erkunden.
Nachhaltige Initiativen im Tourismus werden zunehmend wichtiger. In der Pressemappe beleuchten wir einige davon und geben Tipps, wie man das Elsass im Slow-Modus erkunden kann.
Neuigkeiten gibt es wie immer von Seiten der touristischen Leistungsträger. Diese Rubrik ist ein Schatzkästchen, in dem man Liebhaber-Tipps aller Gattung findet. Außergewöhnliche Entdeckungen, neue Hotels oder B&B’s mit Charme, Restauranttipps oder bedeutende Veranstaltungen und Jubiläen, wie der 150. Geburtstag von Albert Schweitzer – das Elsass erneuert sich ständig und bietet den Gästen Grund genug wiederzukommen.
Hier geht’s zum Download der Pressemappe Inspirationen 2025!
Inspirationen über die Destination
www.visit.alsace
Bilder zur Pressemitteilung:
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Bild Header: Der Rhine-Marne Kanal verläuft zwischen Nancy und Strasbourg, ©D. Lett / ADT


Das Vogesenmassiv bietet im Winter den perfekten Rahmen für sanfte Winterabenteuer. Man muss nicht mal weit fahren. So kann man sich auch mal ein Wochenende in den Bergen gönnen. Gerade Familien, die auf der Suche nach einem entspannten und zugleich erlebnisreichen Winterurlaub sind, bieten die Vogesen eine Vielzahl an Aktivitäten abseits überfüllter Pisten. Von idyllischen Schneeschuhwanderungen und Rodelabfahrten bis hin zu gemütlichen Winterspaziergängen – hier darf man die Magie des Winters in vollen Zügen genießen, ohne gleich eine teure Ausrüstung anschaffen zu müssen.
Nordische Wintererlebnisse
Für einen Winterausflug mit Schlittenhunden oder Rentieren muss man nicht in den hohen Norden fahren. Die Vogesen bieten solche Erlebnisse in aller Nähe. Musher und ihre Huskeys finden in den Vogesen ein weites Terrain für den gemeinsamen Sport von Mensch und Tier. Man kann sie auf einer Schnuppertour durch die Wälder begleiten. Youk Valley bietet verschiedene Touren an: von der „Taufe“, bei der man eine halbe Stunde im Schlitten sitzt, bis zum Halbtagesausflug bei dem man lernt, wie der Musher das Gespann vorbereitet. Sollte Frau Holle streiken, wird der Schlitten durch einen Kart getauscht.
Winterliche Atmosphäre schaffen auch die weiten Tannenwälder. Magisch wird es, wenn man dabei Rentieren begegnet. Die „Ferme aux Rennes du Schantzwasen“ bei Stosswihr lädt Besucher ein, die Welt der Lappländer zu erkunden. In einem Kurzfilm erhält man Infos und Geschichte über den etwas ausgefallenen Bauernhof. Auf dem pädagogischen Rundgang durch den Wald erkundet man das Revier der frei lebenden Rentiere. Dabei braucht es nicht viel Glück, um die Tiere zu sichten. Spätestens bei der Fütterung um 16 Uhr hat man gute Chancen Rudolph und Co. zu begegnen. https://youk-valley.fr/ – https://lafermeauxrennes.com/
Winterfun ohne Schnee
Sollten die Schneeflocken in diesem Winter doch nicht fallen, ist man bei Bol d’Air in La Bresse dennoch gut aufgehoben. Familien können sich bei verschiedenen Spielen mit ein paar Mutproben köstlich amüsieren.
Sei es im Baumseilpark, auf den Barfußpfaden oder mit einem Sprung von der Big Air Jump-Anlage. Auch der Zwergenwald, „Bois des Lutins“, hält mit diversen Spielen die gesamte Familie auf Trab. Eine gehörige Prise Adrenalin bekommen Abenteuerlustige auf der Zipline „Fantasticable“. Ob allein oder zu zweit, Hauptsache das Mindestgewicht beträgt 25 Kilogramm. Danach saust man mit rund 110 Stundenkilometern über 1.350 Kilometer ins Tal. Zum Start gelangt man glücklicherweise mit einem Shuttle-Bus.
Wem geradeaus zu langweilig ist, der kurvt mit der „Bol d’Air Line“ um die Bäume. Dabei handelt es sich auch um eine Zipline, die aber verschiedene Kurven und Drehungen beinhaltet. Mit 40 Stundenkilometer Tempo geht es zwar langsamer bergab, dennoch halten einem die Kurven in Schwung. Bol d’Air bietet neben vielen Aktivitäten auch Unterkünfte an wie Baumhäuser oder schön ausgestattete Chalets. Hier werden nicht nur die Kinder glücklich. Bol d’Air
Unvergessliche Schlittelpisten
Wir schlagen fünf Abfahrten in den Vogesen vor, die groß und klein unvergessliche Erlebnisse bescheren. Mit 1,5 Kilometern auf einer für den Verkehr gesperrten Straße ist die Schlittelbahn in Bussang die längste der Vogesen. Wer zurück zum Ausgangspunkt will, sollte sich warm anziehen. Am spielendsten läuft es in Gérardmer, wo es eine Abfahrt für Anfänger und eine für Fortgeschrittene gibt. Wer mit Kleinkindern unterwegs ist, wählt die beiden Schlittelbahnen am Lac blanc. Sie sind 200 Meter lang und bieten die besten Voraussetzungen, um sich vorsichtig ans Abenteuer zu wagen.
Nervenkitzel findet man im Freizeitpark „Wiidoo‘Glisse“. Drehende Tubes, Schlangenschlitten oder Bojen – Sondereffekte sind garantiert. Die Winterstation La Bresse-Hohneck organisiert zudem den ganzen Winter durch Nachtabfahrten auf der berühmten Schlittelpiste „Bourvil“, die man problemlos mit dem Sessellift erreicht. Praktisch sind die zwei Bahnen am „Ballon d’Alsace“. Wer zuerst die oberste am Col des Démineurs auszuprobiert, hält Vesper am Langenberg, nachdem er die untere getestet hat. Mehr Infos
Wie Yeti im Pulverschnee
Kein Erlebnis bringt einen dem Winter näher, als mit Schneeschuhen durch den Pulver zu stapfen. Die Station Planche des Belles Filles hält mit der Rundwanderung „Circuits des petits lynx“ einen guten Einstieg für Familien parat. Die erste Hälfte der Strecke verläuft auf einer präparierten Fläche entlang der Zufahrtsstraße nach La Planche des Belles Filles, danach führt die Route durch den Wald bergab.
Auch die Station La Bresse ist dem Schneeschuhfieber verfallen. Die Bergführer, Karen und Pierre, von Gambaladons bieten Entdeckertour, Familientour oder eine zum Sonnenuntergang an. Bei Schirmeck liegt hingegen das Gipfelplateau „Champ du Feu“, das zugleich den höchsten Punkt des Departement Bas-Rhin darstellt. Eine Winterwanderroute ist dort von Ende Dezember bis Ende Februar ausgeschildert und bietet winterliche Ausblicke über die Vogesenhügel. Lieber per Pedes oder mit Schneeschuhen spielt hier keine Rolle, denn die Route erkundet sich mit beidem. La Planche des Belles Filles – La Bresse – Schirmeck
Inspirationen zur Destination
https://www.vogesenmassiv.de/
Bilder zur Pressemitteilung:
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Bild Header: Mit dem Musher unterwegs, © Thomas Devard / Massif des Vosges


Bekannte Söhne und Töchter hat das Elsass in besonderer Dichte hervorgebracht. Einige ließen markante Spuren in der Region zurück. Wer die Orte besucht, erhält tiefe Einblicke in das Schaffen dieser Frauen und Männer, die heute noch hohes Ansehen genießen.
150 Jahre Albert Schweitzer
Am 14. Januar 2025 feiert einer der berühmtesten Söhne des Elsass seinen 150. Geburtstag. Albert Schweitzer, der spätere Friedensnobelpreisträger, erblickte das Licht 1875 in Kaysersberg bei Colmar. Zugleich ist der 4. September 2025 sein 60. Todestag. Als multitalentierter Forscher, Arzt, Philosoph, Theologe, Organist, Musikwissenschaftler und Pazifisten gilt er als einer der bedeutendsten Denker des 20. Jahrhunderts. In Zeiten des Krieges sorgen der Elsässer Friedensnobelpreisträger und seine Werte mehr denn je für Aufmerksamkeit.
Wer seinen Spuren folgt, kommt um seinen Geburtsort Kaysersberg nicht umhin. Das „Centre Schweitzer“ hat seit August 2023 die Pforten geöffnet und ist in seinem Geburtshaus eingerichtet. Dank moderner Einrichtungen und dem Einsatz digitaler Technologien entdecken Besucher die Welt dieses großen Mannes und seine Ideen anhand von Dauer- und Wechselausstellungen. Sein Haus in Gunsbach ist seiner These getreu der „Ehrfurcht vor dem Leben“ gewidmet und lädt Jung und Alt ein, sich über seinen Aufenthalt auf der Erde Gedanken zu machen. Übers ganze Jahr finden unterschiedliche Veranstaltungen zum Jubiläumsjahr statt. Das Programm finden Interessierte auf der Internetseite des Albert-Schweitzer-Hauses in Gunsbach. Centre Schweitzer Kaysersberg
Der Schöpfer der Freiheitsstatue
Dass die Freiheitsstatue in New York ein Geschenk von Frankreich an die Vereinigten Staaten war, ist weitaus bekannt. Dass der Schöpfer, Auguste Bartholdi, ein Colmarer mit deutschen Wurzeln war, wissen viele hingegen nicht. 1834 in Colmar geboren, zog die Mutter mit ihren zwei Kindern nach dem Tod des Vaters nach Paris. Dort entdeckte Bartholdi schon früh seine Liebe zur Bildhauerei. Die New Yorker „Statue of Liberty“ und die Repliken in kleinerem Maßstab in Colmar und dem Rest der Welt mögen das bekannteste Werk darstellen, aber auch der monumentale Löwe von Belfort und viele weitere Plastiken heben Bartholdi in das Pantheon der Skulpteure.
Obwohl er nur selten in seine Geburtsstadt heimkehrte, finden Besucher eine Konzentration an Bartholdi-Werken in Colmar. Nach Bartholdis Tod vermachte seine Witwe das Geburtshaus der Stadt Colmar, mit der Auflage nach ihrem Tod dort ein Museum zu eröffnen. Dieses ist seit 1922 dem Publikum geöffnet und gibt Einblick ins Schaffen des Künstlers. Ebenso trifft man bei einem Stadtrundgang in Colmar auf weitere Werke des bedeutenden Künstlers. Mehr Infos
Das Enfant terrible des Elsass’
Der elsässische Illustrator Tomi Ungerer wirkte mit seinem Schaffen und seinen Aussagen gerne für Kontroversen. Er verstand sich in der Hauptsache als Elsässer und überzeugter Europäer. Zwischen französischer und deutscher Identität hin- und hergerissen, setzte er sich für die deutsch-französische Freundschaft ein, aber auch den Erhalt der elsässischen Sprache. Seine Arbeitswut führte dazu, dass der Umfang seines Lebenswerks mit dem von Picasso verglichen wird.
Das 2007 eröffnete „Musée Tomi Ungerer“ war das erste Frankreichs, das zu Lebzeiten einen Künstler feierte. Die Sammlung umfasst die Schenkung Ungerers von rund 14.000 Objekten wie Originalzeichnungen, Skizzen, Skulpturen und Plakaten und ist in der Villa Greiner in Strasbourg untergebracht. Die temporäre Ausstellung wechselt dreimal jährlich und präsentiert jeweils rund 300 Originalwerke Ungerers. Die Dauerausstellung ändert zudem die Exponate in regelmäßigen Abständen. Wie Tomi Ungerer selbst, ist sein Museum ein in Europa einmaliges Zentrum. Denn es gibt nur wenige Orte die sich mit der Illustration in solchem Umfang befassen. Mehr Infos
Die Elsässer Schutzpatronin
Im Elsass trifft man auf einige Kraftorte, die seit Ewigkeiten verehrt werden. Der Odilienberg mit dem Kloster Hohenburg ist der bedeutendste Wallfahrtsort und einer dieser mystischen Stätten. Hier liegt die Schutzpatronin des Elsass, die Heilige Odilia, begraben. Sie war die Tochter des fränkischen Herzogs Eticho und der Legende nach blind geboren. Als ihr Vater sie töten lassen wollte, rettete sie ihre Mutter, indem sie das Kind in ein Kloster gab. Mit 12 Jahren von Ehrhard von Regensburg getauft erlangte sie das Augenlicht.
Nach der Versöhnung mit ihrem Vater schenkte er Odilia die Hohenburg, wo sie anno 690 ein Frauenkloster gründete. Ein Abstecher zur Quelle unterhalb des Klosters, ist ein Muss. Sie kam zum Vorschein, als Odilia mit dem Stock auf einen Felsen klopfte. Heute noch wird ihr Heilkraft zugesprochen. Als wäre das nicht genügend Mysterium, gibt die Heidenmauer, die auf rund 11 Kilometer um den Berg verläuft, weitere Rätsel auf. Bestätigt ist, dass man hier auf sagenhafte Wanderwege und Spaziergänge trifft, die Stoff für eigene Geschichten liefern. Mehr Infos
Inspirationen über die Destination
https://www.visit.alsace/de/
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Bild Header: Albert Schweitzer – Friedensnobelpreisträger aus dem Elsass, © Roger Struss – Maison Albert Schweitzer Gunsbach


Zum außergewöhnlichen Ferienerlebnis gehört mittlerweile auch die Unterkunft. Diese profilieren sich in verschiedensten Ausführungen von klassisch in einem Haus bis übernachten in der Natur, unter dem Sternenhimmel oder gleich auf dem Wasser. Das geht in den Vogesen beispielsweise in Saverne auf dem Hausboot. Wer den Vogesenwald liebt, schläft direkt mitten im Wald in der Holzhütte oder im Zelt. Gediegener wird es im Herrenhaus, das vor langer Zeit auch mal eine Schnapsbrennerei war. Familien bietet sich ein traumhaftes Chalet mit modernster Einrichtung, viel Umschwung und grandioser Aussicht auf das Vogesenmassiv.
Mit Wonne auf dem Wasser wohnen
Fans von Tiny-Häusern und solche, die das Leben auf einem Hausboot anstreben, werden vermutlich Stammgast bei „L’Escale Royale“. Am Hafen von Saverne, der als Etappe für Hausbooturlaub bekannt ist, hat das junge Unternehmen zwei schwimmende Nester stationiert, die man als Logis buchen kann. Romantisch mit Blick auf das Schloss von Saverne und die Hafenumgebung sind die Boote vollständig als Suiten eingerichtet. Verliebte reservieren das „Nid d’amour Spa privé crystal“. Neben Bad und WC sowie Küche mit fließendem Wasser ist in dieser Suite die gläserne Badewanne mit Jacuzzi direkt vor dem Bett ein Blickfang. Zudem bietet diese Luxussuite eine private Sauna. Ein bisschen einfacher aber dennoch luxuriös, sprich ohne Spa-Bereich, gibt es die „Cocon Intime Insolite-Suite“. Beide Unterkünfte trumpfen mit einer großen Terrasse. Denn das Leben auf dem Hausboot ist von der Umgebung mitgeprägt. Mehr Infos
In der ehemaligen Schnapsbrennerei
Das alte Herrenhaus „Manoir de la Cerise“ in Fougerolles-Saint-Valbert in den Südvogesen hat einiges erlebt. 1831 hat man es als Residenz errichtet. Ab etwa 1866 war es eine Schnapsbrennerei für Absinth und Kirschwasser, denn die Umgebung von Fougerolles ist auch bekannt als Kirschenland. Mittlerweile ist es ein Gästehaus mit drei charmant eingerichteten Zimmern. Alle drei Folgen einem anderen Deko-Konzept und sind mit den besten Materialien geschmackvoll ausgebaut. Eine Übernachtung gibt es schon ab 135 Euro, Frühstück inklusive. Schnaps hat in Fougerolles immer Tradition. Deshalb kann man zwei aktive Brennereien besichtigen und deren Destillate verkosten. Auch im „Ecomusée“ wird diese Aktivität dargestellt. Der Tierpark in unmittelbarer Nähe ist eine Attraktion für Familien, während Outdoor-Aktivitäten wie Radausflüge verlocken, die Region zu erkunden. Golfer finden hingegen auf dem nahen Green von Luxeuil-Bellevue ihr Glück. Mehr Infos
Ein Chalet für die ganze Familie
Ein Urlaub in den Vogesen ist von zwei grundlegenden Elementen gezeichnet: Wald und blendende Aussichten so weit das Auge reicht. Das zeigt sich eindeutig in einem Chalet in Hanglage. Das „Chalet du Haut du Bout“ bei Fraize steht direkt vor dem Forst, während die Front mit großer Terrasse ein atemberaubendes Panorama bietet. Selbst vom Wohnzimmer mit Glasfront ist der Ausblick grandios. Es wurde 2020 vollumfänglich renoviert und ist für 6 Personen eingerichtet. Neben drei Zimmern mit zwei Bädern ist der großzügige Salon kuschelig mit Holzofen für spaßige Familienabende. Das Chalet ist von einem 7000 Quadratmeter großen Park umgeben, wo man eine Runde Volleyball oder Boule spielt. In maximal dreißig Fahrminuten erreicht man die Burgen des Elsass, den See von Gérardmer oder im Winter die Skistation „Lac Blanc“. In der direkten Umgebung stößt man auf unzählige Wander- und Radwege, während sich im Winter gar Schneeschuhausflüge gleich vom Chalet anbieten. Hier schläft man mit dem wohlduftenden Geruch der Tannen ein. Mehr Infos
Im umgebauten Kuhstall
Was aus Kuhställen alles werden kann, erlebt man im Gästehaus „Des Sapins aux Etoiles“ in Pierre-Percée. Völlig zum Wohnhaus umgebaut, hat man alte Einrichtungen vom ehemaligen Stall zu einem perfekten Ensemble mit Charme zusammengefügt. Das zeigt sich besonders in den öffentlichen Räumen, wie dem Frühstücksraum. Die drei Gästezimmer sind modern sowie gemütlich eingerichtet und jeweils für 2 Personen. In der Umgebung findet man in fünf Fahrminuten das Schloss und den See von Pierre-Percée. Der See ist dabei ein Naherholungsgebiet par excellence. Wandern, Mountain Bike, Fischen oder auch ein Adventure Park gibt es in der Umgebung. Aber auch viele weiter Seen sind in nächster Umgebung aufzufinden. Wer lieber im Wald wie ein Trapper übernachtet und wenig Komfort braucht, der meldet sich beim selben Vermieter. Auf einem Waldgebiet von 7 ha Fläche, direkt am See von Pierre-Percée gelegen, sind die Holzhütten „Cabanes du Lac de Pierre-Percée“ ein unvergessliches Familienerlebnis. https://www.dessapinsauxetoiles.fr/ – https://www.les-cabanes-du-lac-de-pierre-percee.fr/de/startseite
Inspirationen zur Destination
https://www.vogesenmassiv.de/
Bilder zur Pressemitteilung:
https://i13.mnm.is/anhang.aspx?ID=0ae207f19733433248
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Ralph Schetter, rs(at)schetter-pr(dot)com, +49 (0)69 1561 2001


Die Vogesen sind eine Schatzkiste des Unesco Welterbes. Ob Kulturerbe oder Biosphärenreservat – es reiht sich unerwartet wie auf einer Perlenschnur. Wer die einzelnen Stätten besucht, wird zugleich mit einer Palette an Aktivausflügen verführt. Daraus entstehen besondere Urlaubserlebnisse, die die Aussicht auf traumhafte Landschaften mit hochwertigem Kulturprogramm unterfüttern.
Glitzer und Glamour
Seit Dezember 2023 gehört die Glasbläserkunst aus den Vogesen zum immateriellen Kulturerbe der Unesco. Die Grundlagen dafür reichen bis ins Mittelalter, als Glasbläser aus Böhmen den Weg in die Vogesen fanden, wo es Rohmaterialien im Überfluss gab. Das Vorkommen an Holz, Sandstein, Pottasche sowie die geografische Lage mit vielen Verkehrswegen begünstigte deren ständige Niederlassung in den Vogesen. Das aktuelle Erbe umfasst vier bedeutende Standorte.
Meisenthal entstand 1704, diente Emile Gallé als Forschungszentrum und beherbergt heute das „Centre international d’Art Verrier“. Mit einer Kollektion an Designer-Weihnachtskugeln zieht es ein breites Publikum an.
Die Cristallerie Saint-Louis, gegründet 1586, ist die älteste Kristallglasmanufaktur Frankreichs. Eine Ausstellung zeigt den Besuchern rund 2.000 exklusive Kreationen.
Für Fans von Jugendstil und Art Déco ist das Lalique-Museum in Wingen-sur-Moder unumgänglich. Von Schmuck über Glas bis zu Kristall zeigt das Museum anhand von Objekten und Multimedia-Präsentationen eine Welt des Lichts und der Transparenz.
Baccarat ist ein weiterer Name, der für Renommee in der Glaskunst zeugt. Das gleichnamige Museum hat man 2015 vollständig renoviert und zeigt eine Auswahl emblematischer Stücke aus dem Erbe Baccarats.
Mehr Infos über Glaskunst in den Vogesen
Fotogene Bauerntradition
Damals hatte man keine Wahl und passte sich den Jahreszeiten an. Diese Resonanz mit der Natur pflegen die Bauern in den Vogesen noch heute in Form der Wanderweidewirtschaft. Alljährlich treiben die Bauern die Tierherden im Winter in die Ebene und im Sommer auf die Almen. Dabei genießen die Tiere hochwertige Nahrung, während die Bauern die tiefer gelegenen Weiden heuen und so Futter für den Winter produzieren.
Seit Dezember 2023 von der UNESCO im immateriellen Kulturerbe anerkannt, ist die sogenannte Transhumanz eine Praxis, die sich vollständig in einen nachhaltigen und verantwortungsvollen Ansatz zugunsten der Berge und ihrer Biodiversität einfügt. Sie ist in erster Linie eine Frage des Know-hows, aber nicht minder eine Gelegenheit, festliche Traditionen zu pflegen.
So begleiten viele den Auf- und Abstieg der Herden im Sommer in einer geselligen und musikalischen Atmosphäre beim Fest der Transhumanz. Dabei sollte man sich die schmackhaften Produkte der Bauernhöfe nicht entgehen lassen.
Wer die festlichen Umzüge verpasst, kann dies bei einer Wanderung zu den „Fermes Auberges“, den Besenwirtschaften der Vogesen, nachholen. Von den Bauerngasthöfen bieten sich mehrere Wanderrouten von mittel bis leicht zum nächsten Bauernhof, um sich umfassend kulinarisch durchzutesten. Mehr Infos zur Transhumanz im Vogesenmassiv
Wahre deutsch-französische Freundschaft
Die Nordvogesen und der Pfälzerwald wurden 1989 und 1993 zum Biosphärenreservat erklärt. 1998 erkannte die UNESCO die beiden Gebiete als grenzüberschreitendes Biosphärenreservat Nordvogesen-Pfälzerwald an. Das Biosphärenreservat ist eine Anerkennung der UNESCO im Rahmen eines wissenschaftlichen Programms mit dem Titel „Mensch und Biosphäre“. Das Programm fördert Lösungen, die den Schutz der Artenvielfalt und die nachhaltige Nutzung in Einklang bringen.
Um seine Ziele zu erreichen, nutzt das Biosphärenreservat zahlreiche Instrumente wie Bildung, Einbeziehung der Bewohner, interdisziplinäre Forschung und Information, um Veränderungen und Wechselwirkungen zwischen sozialen und ökologischen Systemen zu verstehen und zu steuern, sowie Konflikten im Naturschutz vorzubeugen.
Das Biosphärenreservat Nordvogesen-Pfälzerwald ist ein Paradies für nachhaltig betriebene Outdooraktivitäten. Bei Dettwiller führt zum Beispiel der Rhein-Marne-Kanal-Radweg durch geschützte Naturlandschaften, geprägt von Sandsteinfelsen. Die Rundradwanderung verläuft auf 41,3 Kilometern. Diese lässt sich jedoch auf 29 Kilometer verkürzen, wenn man den Aufstieg zur „Hunebourg“ auslässt. Mehr Infos zum Biosphärenreservat Nordvogesen-Pfälzerwald
Erinnern und Frieden pflegen
Zwischen 1870 und 1945 war das Vogesenmassiv Schauplatz von drei bedeutenden kriegerischen Auseinandersetzungen. Im Gegensatz zu anderen Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs bestand die Besonderheit darin, dass es sich um die einzige Gebirgsfront auf deutschem und französischem Boden handelte. Die gut erhaltenen Kriegsspuren, allen voran Soldatenfriedhöfe der verschiedensten Nationalitäten, Schützengräben, Festungen oder Galerien, verleihen der ehemaligen Vogesenfront die Dimension eines Freilichtmuseums.
Im September 2023 nahm die Unesco 139 Grab- und Gedenkstätten des Ersten Weltkriegs in Frankreich und Belgien in die Weltkulturerbeliste auf. Davon sind zehn Anlagen im Elsass, drei im Department Vosges und sieben im Departement Moselle. Um diese Denkmäler zu erkunden, bieten sich zahlreiche Wanderungen an. Beispielsweise lässt sich das Schlachtfeld auf dem Hartmannswillerkopf auf einem 4,5 Kilometer langen, szenographisch gestalteten Rundgang mit dreisprachigen Schautafeln entdecken. Mehr Infos zum Gedenktourismus im Vogesenmassiv
Spiritualität & Architektur
In Ronchamp im südlichen Teil des regionalen Naturparks „Ballons des Vosges“ strömen jährlich rund 65.000 Besucher aus der ganzen Welt her, um Corbusiers Kapelle Notre-Dame du Haut zu bewundern. In der Tat ist das Bauwerk unumgänglich und fand 2016 im Rahmen einer internationalen Kandidatur von sieben Nationen für das Vermächtnis des Schweizer Architekten den Weg auf die Liste des Unesco Weltkulturerbes.
Die gesamte Anhöhe Notre-Dame du Haut ist ein Ort von historischem, künstlerischem und spirituellem Wert. Nachdem Le Corbusier 1955 die Kapelle baute, folgten ihm namhafte Kollegen wie Jean Prouvé, der in den Siebzigern einen Glockenturm errichtete. 2011 arbeitete Renzo Piano auf dem sagenhaften Hügel und baute ein modernes Empfangsgebäude, die sogenannte „Porterie“.
So entstand ein architektonisches Ensemble erster Güte aus dem Kloster Sainte-Claire. Verschiedene kulturelle Veranstaltungen beleben Notre-Dame du Haut durchs ganze Jahr, während die Lage im regionalen Naturpark „Ballons des Vosges“ eine Einladung für zahlreiche Outdoor-Aktivitäten ist, die zwischen den kulturellen Häppchen Abwechslung bringt. Mehr Infos zu Notre-Dame du Haut
Inspirationen zur Destination
https://www.vogesenmassiv.de/
Bilder zur Pressemitteilung:
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Pressekontakt D-A-CH und weitere Auskünfte:
Ralph Schetter, rs(at)schetter-pr(dot)com, +49 (0)69 1561 2001
Bild Header: Transhumanz in den Vogesen, © Quentin Gachon / ADT


Spätestens bei der Bierkultur, stellt man fest, dass das Elsass auch deutsche Kulturwurzeln hat. Schon zu galloromanischen Zeiten braute man in der Region! Die ersten schriftlichen Quellen bezüglich einer Brauereiaktivität in Strasbourg stammen aus anno 961. Damals wurden die meisten Brauereien von Ordensleuten betrieben. Im Jahr 1259 ließ sich der erste unabhängige Brauer von Strasbourg, Arnoldus Cervisarius, in der „Impasse de la Bière“ nahe beim Münster nieder.
Wer den Bierspuren des Elsass folgt, dem bietet sich ein abwechslungsreiches Programm. Großen Traditionsbrauereien stehen mittlerweile viele Mikrobrauer mit originellen Kreationen gegenüber und verbreitern das Angebot. Wie man selbst Bier herstellt, lernen Gerstensaft-Fans in einem Braukurs und wer das Getränk dermaßen liebt, dem bietet das Elsass buchstäblich ein Bad in ausgewählten Zutaten. Denn im Taaka Beer Spa lernt man, dass Hopfen, Malz und Hefe sogar positive Wirkungen auf die Schönheit haben. Nichts wie hin!
Taste a draft
Die elsässische Brauereilandschaft ist reich und vielfältig. Neben einigen großen Namen gesellen sich mittlerweile fast hundert handwerkliche Brauereien. Um die elsässische Bierbraukunst grundlegend kennenzulernen, sollte man einen Besuch bei den drei größten Marken vorsehen. „Meteor“ in Hochfelden ist die älteste Brauerei und die letzte große unabhängige, die zudem in Familienhand liegt. Direkt neben dem Betrieb lädt die „Villa Meteor“ zu einem Rundgang ein, der einem Braugeheimnisse sowie Familien- und Firmengeschichte vermittelt.
In Strasbourg taucht man ins Bieruniversum von „Kronenbourg“ ein. Im fast gleichnamigen Stadtteil Cronenbourg findet man im alten Sudhaus das „Labbb“, ein Ort für Brauexperimente mit „Brewpub“. Von der Besichtigung über eine Einführung in die Bierologie, Brauworkshops bis hin zu einer Speisen-Bier-Verkostung – hier gibt es für jeden Bierliebhaber etwas!
Auch die historische Brauerei „Perle“ findet man neuerdings in einem hochmodernen Gebäude in Strasbourg im Herzen des Marché-Gare-Viertels. Besichtigungen finden samstags statt und schließen mit einem Verkostungsparcours aus vier unterschiedlichen Bieren ab.
Meteor – Labbb Strasbourg – Perle
Do it yourself!
Wer seiner Bierleidenschaft die Schaumkrone aufsetzen will, taucht tiefer in die Materie und lernt anhand eines Bierworkshops, auf welche Feinheiten es ankommt, um ein schmackhaftes Bier zu produzieren. Bei der handwerklichen Brauerei la Saint-Pierre heißt es Ärmel hochkrempeln und Schürze umbinden. Dann lernt man einen Tag lang die Herstellungsschritte eines guten Bieres kennen. Das umfasst die Auswahl der Zutaten, die Überwachung des Gärungsprozesses bis zum Druck der Etiketten. Zum Abschluss probiert man natürlich das eigene Gebräu und darf die selbst fabrizierten Flaschen mit einem kleinen Bierbrauset für weitere Experimente heim nehmen.
Mit dem Label „Nature & Progrès“ (Natur und Fortschritt) produziert die Mikrobrauerei „Les Semblables“ in einem Weiler von Mietesheim verantwortungsbewusste Biere. So ist sie zum Beispiel die einzige Brauerei in Frankreich, die die Braukessel mit Holzscheiten einheizt. Mit ihrem „Bierologie-Workshop“, der ein unvergessliches, geselliges Geruchserlebnis verspricht, laden Elliott und Etienne zum Entdecken ihrer Mikrobrauerei und ihrer Brauspezialitäten ein. La Saint-Pierre – Les Semblables
Walk on the Wild Side
Beim Bier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt und es macht sogar schöner. Wer die wohltuenden Wirkungen natürlicher Brauzutaten auf seinen Körper ausprobieren möchte, probiert den Taaka Beer Spa in Strasbourg aus. Es ist ein originelles Erlebnis in der Kombination aus Wellnesseinrichtung und Brauwelt. Nach einem Saunagang entspannt man in einer Badewanne aus Lärchenholz und genießt die wohltuende Wirkung von Malz, Hopfen und Bierhefe. Verkostungen von Bieren aus lokalen Mikrobrauereien runden das Ritual ab.
Wer mehr Bewegung bevorzugt, löst bei der Schnitzeljagd „L’Echappée Bière“ durch Strasbourg zahlreiche Bierrätsel. Die Tour ist eine amüsante Entdeckung der Stadt und ihrer Brauereigeschichte. Auf den Spuren von Beatus Cervisus, einem Brauer aus dem 16. Jahrhundert, durchstreift man Strasbourg, um das geheime Versteck des Rezepts seines Bieres „Humanis“ zu enthüllen. Dabei gilt es die vier Orte zu finden, an denen Blindverkostungen stattfinden.
Bei den Bierburg-Games geht es hingegen darum, innerhalb einer Stunde einer verlorenen Seele zu helfen, den rheinischen Kelch wiederzufinden, der sie erlösen wird. Dieses interaktive Erlebnis – unter Anleitung von Schauspielern – wird durch eine Bierverkostung abgerundet. Die Bierburg-Games finden auf unterschiedlichen Elsässer Burgen an fixen Tagen statt.
Taaka Beer Spa – L’Echappée Bière – Bierburg Games
Beer & Bicycle
Der Kocherberg ist der „Place to be“, wenn es darum geht, dem elsässischen Hopfen zu folgen. Wer dazu noch gerne radelt, für den gibt es zwei Strecken, die von Hopfengärten geprägt sind. Der Rundweg „Bier und Hopfengärten“ (25 km) beginnt in Hochfelden, einer Hochburg der Brauereikunst. Er folgt den Hügellandschaften mit Blick auf das Münster von Strasbourg und durch charmante Dörfer wie Hohatzenheim mit seiner romanischen Basilika. In Wingersheim, der Hauptstadt des Hopfens, entdeckt man dessen Anbau und erfährt mehr über die wohltuenden Wirkungen der Pflanze.
Die Rundstrecke „Vom Modertal ins Hopfenland“ (72 km) folgt einer gut befahrbaren Waldstraße durch den Wald von Haguenau. Nach Pfaffenhoffen und den Bauerndörfern im Pays de Hanau wechselt die Kulisse bei Hochfelden, wo Hopfenreben einen bis zum Ziel begleiten.
Für die Sportlicheren gibt es eine rund 400 Kilometer lange, grenzüberschreitende Radtour mit dem Titel „Brauereien und Bierkultur“, auf der man die Bierkultur des Elsass, der Südpfalz und Badens entdeckt. radfahrenimelsass.de – vis-a-vis-Pamina.eu
Save the Date
Mitte Juni: Expo de la Bière (Strasbourg): eine Messe, die sich an Bierliebhaber wie Neugierige richtet.
Anfang Juli: Bierfest in Schiltigheim (Fête de la Bière d’Alsace). Das Fest wird seit über 40 Jahren in der Brauereistadt organisiert und ist eine wahre Institution.
Ende August: Bierfest in Saverne. Musikalische Unterhaltung und Verkostungen des in Saverne gebrauten Licorne-Biers.
September: s’Meteor Bierfescht in Hochfelden: ein 3-tägiges authentisches Elsässer Bierfest in einem großen Festzelt mit Unterhaltung.
Ende September: Strasbourg Craft Beer Festival. Ein Festival für lokales und handwerklich hergestelltes Bier.
Inspirationen über die Destination und zum Thema
Pressemappe Bierkultur im Elsass (pdf zum Download)
https://www.visit.alsace/de/
Bilder zur Pressemitteilung:
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Ralph Schetter, rs(at)schetter-pr(dot)com, +49 (0)69 1561 2001
Bild Header: © Klaudia IGA – Visit Alsace


In Zeiten des digitalen Wandels mag es sonderbar vorkommen, das Buch in den Himmel zu rühmen. Dennoch symbolisiert der Schmöker immer noch den Schlüssel zum Wissen. Strasbourg selbst spielte in der Erfindung des Buchdrucks durch Gutenberg eine wichtige Rolle. Denn der Meister selbst weilte rund zehn Jahre in der Stadt und tüftelte vermutlich intensiv an seiner Erfindung, die er später in Mainz in die Perfektion brachte. Ebenso mangelt es im Elsass nicht an Bibliotheken mit kostbaren Beständen. Ob Handschriften, Inkunabeln oder seltene Originalexemplare – das Elsass ist eine Schatzkiste für Liebhaber alter Schriften. Strasbourg lädt bis in den April 2025 mit einer Reihe an Veranstaltungen ein. Sélestat und Colmar locken die Besucher mit reizvollen Abstechern zum Thema.
Schlaraffenland für Buchwürmer
Die bedeutendste Dokumentensammlung des Elsass finden Leseratten in der „Bibliothèque national et universitaire de Strasbourg“. Ihren Anfang begründete der Donaueschinger Hofbibliothekar, Karl August Barack, mit einem Aufruf zu Bücherspenden nach der Zerstörung der alten Bibliothek im Deutsch-Französischen Krieg. Das deutsche Kaiserreich förderte die neue Bibliothek massiv. Einerseits baute man das heutige Gebäude in der Neustadt, andererseits erlaubte der hohe Erwerbungsetat, dass schon anno 1913 die Bestände die Millionengrenze überschritten.
Die „BNU Strasbourg“ ist heute mit über drei Millionen Medieneinheiten die zweitgrößte Sammlung Frankreichs nach der Nationalbibliothek in Paris. Beachtenswert sind die Sondersammlungen mit rund 6.900 Handschriften sowie 2.098 Inkunabeln, die teils aus Straßburger Offizinen stammen. Sogar ein spätmittelalterlicher Bestseller offenbart sich den Besucher dort im Original: Das Narrenschiff von Sebastian Brandt, das dieses Jahr den 530. Geburtstag seines Erstdruckes zu Basel feiert und kaum an Aktualität eingebüßt hat. Auf Anfrage kann man diese historischen Schätze aus der Nähe betrachten. Mehr Infos
Alte Letter in moderner Architektur
Wer sich für alte Schriften interessiert, darf keinesfalls die humanistische Bibliothek von Sélestat auslassen. Seit 2011 im Unesco Weltdokumentenerbe hält sie eine bedeutende Sammlung an Manuskripten und Drucken aus dem 15. & 16. Jahrhundert. Die Bibliothek erwuchs aus der Lateinschule der Renaissance, als Sélestat noch „Schlettstadt“ hieß. Die freie Reichsstadt genoss den Ruf einer berühmten Ausbildungsstätte des Heiligen Römischen Reichs. Der Bestand füllte sich aus zahlreichen Nachlässen und Schenkungen von Lehrern und Schülern. Das größte Konvolut umfasst über 500 Bücher und ist die Privatbibliothek des Humanisten Beatus Rhenanus – selbst Schüler der Lateinschule und Bürger von Sélestat.
Bedeutende Exponate sind zudem das älteste erhaltene Buch des Elsass, ein merowingisches Lektionar des 7. Jahrhunderts oder das Schulheft von Beatus Rhenanus. Aus einem Eintrag in einem Rechnungsbuch von anno 1521 geht Sélestat auch als Geburtsort des Weihnachtsbaums hervor. Besucher sind nur schon vom Gebäude des Stararchitekten Rudy Riciotti gebannt. Es lohnt sich, die thematisch geführten Besichtigungen mitzumachen. Mehr Infos
Europäisch bedeutendes Bücherzentrum
Kunstliebhaber werden den Besuch des Unterlinden-Museums kaum auslassen. Weniger bekannt ist die „Bibliothèque des Dominicains“, die selbst im Dominikanerkloster beherbergt ist und nur ein paar Schritte entfernt liegt. Sie ist quasi die Schatzkiste der Stadtbibliothek mit einer Sammlung von etwa 400.000 Medieneinheiten. Darunter finden sich ca. 1.200 Manuskripte, 2.300 Inkunabeln, rund 100.000 Bücher aus dem 16. Jahrhundert oder gar ein Exemplar der Mentelin-Bibel, von denen es nur drei in Frankreich gibt.
Um dem Bestand mehr Bedeutung zu verleihen, hat Colmar das Projekt lanciert, ein europäisches Zentrum des Buchs und der Illustration einzurichten. 2022 eröffnete die neu eingerichtete Bibliothek mit Museumsparcours. Auf 500 Quadratmetern werden im Wechsel jeweils 92 Exponate ausgestellt, die dem Besucher den Werdegang von Buch und Illustration im Elsass vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert schildert. Der Parcours ist dabei dreisprachig ausgeschildert und es gibt überwiegend viele deutschsprachige Exponate zu sehen. Der Zugang ist übrigens für alle kostenlos. Mehr Infos
Strasbourg: Unesco Welthauptstadt des Buches 2024
Im April 2022 reichte die Stadt Strasbourg die Bewerbung für die Ernennung zur UNESCO-Welthauptstadt des Buches 2024 ein. Von 10 Städten, die an diesem internationalen Wettbewerb teilnahmen, wurde Strasbourg als Nachfolgerin von Accra, Hauptstadt von Ghana, zur Weltbuchhauptstadt der UNESCO 2024 ernannt. Der Titel wird jeweils für ein Jahr verliehen und geht an Städte, die Bücher und das Lesen in besonderem Maße fördern. Hier greift die Stadt nicht nur auf ihre historische Bedeutung in Bezug auf den Buchdruck und dessen Hinterlassenschaften zurück.
Heute beruht die lebendige Buchbranche in Straßburg auf dem Wirken von 40 Verlagshäusern, 25 Buchhandlungen und einem Netz aus 59 öffentlichen Bibliotheken. Zahlreiche dem Buche gewidmete Veranstaltungen wie das Literaturfestival „Bibliothèques Idéales“ oder die „Rencontres de l’Illustration“ ziehen jährlich über 35.000 Leseratten an. Vom 23. April 2024 bis 22. April 2025 finden in allen Stadtvierteln über 200 Aktionen rund um das Buch und das Lesen in all seinen Formen statt. Mehr Infos
Inspirationen für die Elsass-Recherche
Die Pressemappe 2024 ist ein Sammelsurium an Inspirationen und Neuigkeiten, das neue Ideen für die Berichterstattung liefert. In kultureller Hinsicht gibt es einige Veranstaltungen, die den Bezug zum deutschsprachigen Kulturraum in den Vordergrund stellen. Zum Beispiel feiert Riquewihr mit einer Ausstellung vom Stuttgarter Landesarchiv Baden-Württemberg vom 14. Juli bis 14. Oktober das Abkommen das 1324 Graf Ulrich von Württemberg die Herrschaft über das Städtchen sicherte. Die Ausstellung „Couleur, Gloire et Beauté“ im Museum Unterlinden in Colmar vom 4. Mai bis 23. September ist hingegen der germanischen Malerei von 1370 bis 1550 gewidmet.
1324 ist auch das Jahr in dem Albrecht II. von Habsburg, Herzog von Österreich, die Erbin Johanna von Pfirt heiratete. Dieser Ehe entstammten die Folgegenerationen des europäischen Herrscherhauses, dass seine Wiege das Elsass nennt. Dieser Anlass wird für zahlreiche Veranstaltungen durchs Jahr genutzt und ist ein Grund, der „Via Habsburg“ durchs Elsass zu folgen. Aber auch Hotel- und Restauranteröffnungen, Neuigkeiten im touristischen Angebot oder gar die Elsässer Bierkultur beleuchtet die Pressemappe.
Hier geht’s zum Download der Pressemappe Inspirationen 2024!
Inspirationen über die Destination und zum Thema
www.visit.alsace
Bilder zur Pressemitteilung:
https://i13.mnm.is/anhang.aspx?ID=0ae207f87107764644
Pressekontakt D-A-CH und weitere Auskünfte:
Ralph Schetter, rs(at)schetter-pr(dot)com, +49 (0)69 1561 2001
Bild Header: Schulheft von Beatus Rhenanus, © PMod – Ville de Sélestat – ADT